Wenn Sie neu in der Pay-per-Click (PPC)-Werbung sind, werden Sie wahrscheinlich mit einem kleinen Testbudget beginnen und sich hocharbeiten. Das Experimentieren mit einer kleinen Testvariante des Google Ads-Budgets hilft Ihnen jedoch nicht, die wahren Konzepte hinter einer echten Budgetplanung zu lernen. Diese Methode des „Hoffens und Handelns“ kann Ihr Budget auf lange Sicht schädigen.

Wenn Sie jedoch die Budgetplanung auf professionelle Art und Weise verstehen möchten, sind wir hier um Ihnen zu helfen. In diesem Artikel gehen wir auf die folgenden Fragen und Punkte ein, damit Sie Ihre Google Ads-Budgetplanung meistern können:

  • Definieren Sie Ihr Kampagnenziel und Ihre Zielgruppe.
  • Wie viel sollte ich für meine PPC-Kampagne ausgeben?
  • Wie startet man ein Google Ads-Budget?
  • Wie kann ich langfristig für mein Google Ads-Budget planen?
  • Wie berechne ich den erwarteten Umsatz?
  • Wie berechne ich den ROAS (Return on Advertising Spend)?
  • Wie berechne ich den EPC?
  • Wie kalkuliere ich CPA (Kosten pro Akquisition)?
  • Sollte ich ein geteiltes Budget in meiner Kampagne verwenden?
  • Wie können Sie Ihr Budget und Ihre Gebote für sich arbeiten lassen?

Wenn Sie diese wichtigen Bereiche durchgehen, können Sie einen professionellen Budgetplan erstellen, der Ihnen bei Ihrem neuen Werbe- oder Marketingvorhaben einen entscheidenden Vorsprung verschafft.

1. Definieren Sie Ihr Kampagnenziel und Ihre Zielgruppe

Der erste wichtige Schritt ist zu verstehen, warum Sie Ihre Kampagne durchführen wollen.

Was ist Ihr übergeordnetes Ziel? Die Entwicklung eines kristallklaren Bildes vom Verhalten, den Interessen, der geografischen Lage und der Nutzung von Geräten Ihrer Zielgruppe ist für den Beginn Ihres Budgets unerlässlich.

Da es nahezu unmöglich ist, ein Budget zu kalkulieren, ohne zu wissen, warum Sie überhaupt werben, sollten Sie sich diese Punkte bei der Zusammenstellung Ihres Budgets zu Herzen nehmen.

Markenbekanntheit

In den nächsten 20 Tagen wollen Sie Ihre Anzeige so vielen Personen innerhalb Ihrer Zielgruppe wie möglich zeigen. Stellen Sie sicher, dass Sie wissen, um welche Zielgruppe es sich handelt und dass diese Sie auch wirklich kennt.

Lead-Generierung

Nehmen Sie sich vor, in den nächsten sieben Tagen 200 Kunden zu gewinnen oder in der nächsten Woche 100 Nutzer zum Ausfüllen Ihres Online-Formulars zu bewegen. Setzen Sie sich ein Ziel, das Ihnen hilft, Leads zu erreichen.

ROI-fokussierte Kundengewinnung

Versuchen Sie zum Beispiel, zehn Kunden in einer Woche zu gewinnen, indem Sie nicht mehr als 350 Euro pro Kunde zahlen (CPA).

Umsätze steigern

Machen Sie es sich zum Ziel, innerhalb der nächsten sieben Tage 30 Conversions zu entwickeln.

2. Wie viel sollte ich für meine PPC-Kampagne ausgeben?

Sobald Sie Ihre Zielgruppenausrichtung abgeschlossen haben, suchen Sie wahrscheinlich nach Antworten, die Sie zu den Ausgaben für bessere Ergebnisse führen. Wir wollen vermeiden, dass Sie blind in die Kampagne gehen und Ihr gesamtes Budget ohne Ergebnisse ausgeben.

Deshalb sollten Sie herausfinden:

  • Der tägliche Mindestbetrag, den Sie für Google Ads ausgeben müssen
  • Ihr monatliches Budget für Google Ads

Ihr Google Ads-Budget hängt von drei Komponenten ab:

  1. Die Kosten für die Keywords in Ihrer Branche
  2. Die Conversion Rate der Website
  3. Der durchschnittliche Lifetime Value Ihres Kunden (LTV)

Nehmen wir also an, Sie haben eine Anzeige mit einem CPC von 0,25 € und möchten täglich 300 Anzeigenklicks auf diese Anzeige erhalten.

Mit diesen Zahlen können Sie ein geschätztes Tagesbudget berechnen:

0.25 x 300 = 75 €

Hier sind 25 Cent der maximale Betrag, der Ihnen berechnet werden würde, wenn 25 Cent Ihr maximaler CPC ist. Der tatsächliche Betrag, der Ihnen für Klicks in Rechnung gestellt wird, kann jedoch je nach den Variablen der einzelnen Anzeigenauktion variieren.

Sie müssen nur daran denken, dass Sie, wenn Sie Ihren maximalen CPC auf 25 Cent pro Klick festlegen, nie mehr als diesen Betrag zahlen werden. Möglicherweise zahlen Sie sogar weniger.

PPC-Budget-Berechnungsformeln

Erforderlicher Traffic, um Ihr Ziel zu erreichen:

  • Erforderlicher Traffic = benötigte Kunden / Conversion Rate

Indem Sie sowohl Ihren Traffic als auch Ihren geschätzten durchschnittlichen CPC verwenden, können Sie Ihr Budget mit dieser Formel aufbauen:

  • Erforderlicher Traffic X durchschnittlicher CPC = Gesamtbudget

Für die Schätzung der oberen und unteren Spanne, verwenden Sie diese Formel zweimal:

  • Höchster erforderlicher Traffic X höchster durchschnittlicher CPC = höchstes Gesamtbudget
  • Niedrigster erforderlicher Traffic X niedrigster durchschnittlicher CPC = niedrigstes Gesamtbudget

Bevor Sie Ihr Budget festlegen, sollten Sie sich über den Kunden-LTV (Lifetime Value) informieren.

Dieser Wert ist einfach das, was Sie von jedem Ihrer Kunden über dessen Lebenszeit erwarten. Dieser Betrag ist die erwartete zukünftige Summe von jedem Kunden, die wiederkehrende Umsätze, Up-Sells, zusätzliche Käufe, Kundenempfehlungen sowie alle anderen generierten Umsätze beinhaltet.

Berechnen Sie den LTV Ihrer Kunden mit Hilfe dieser Formel:

LTV = Jährlicher Gewinn des Kunden X Anzahl der Jahre, die der Kunde bei Ihnen bleibt

Wenn Sie dies berücksichtigen und feststellen, dass der LTV eines Kunden 10.000 € beträgt, dann macht es am meisten Sinn, 1 € für jeden Klick zu bezahlen. Andererseits, wenn der LTV eines Kunden 10 € beträgt, dann werden Sie feststellen können, dass 1 € für jeden Klick ein erheblicher Betrag ist. Die Berechnung Ihres PPC-Budgets ist eigentlich nur die Berechnung des Wertes Ihrer Kunden.

3. Wie Sie ein Google Ads-Budget festlegen

Indem Sie den CPC der von Ihnen ausgewählten Menge an Suchbegriffen verwenden, können Sie ein Mindestbudget festlegen, was es Ihrer Meinung nach kosten wird, mindestens 100 Klicks auf Ihre Anzeige zu generieren. Je mehr Sie sich jedoch leisten können, desto optimierter werden Ihre zukünftigen Anzeigen sein, um die Rentabilität zu erhöhen.

Stellen Sie sicher, dass Sie mindestens drei Anzeigen testen, um herauszufinden, welche davon am effektivsten ist und warum.

Wenn der durchschnittliche CPC von drei Ihrer Anzeigen 5 € beträgt, sollten Sie demnach 1.500 € pro Monat in Ihr Google Ads-Budget investieren. Das Budget, das in Ihrem Ads-Konto angezeigt wird, muss als Tagesbudget eingegeben werden. Dazu müssen Sie lediglich Ihr Monatsbudget durch 30 teilen.

Es ist möglich, dass Sie nicht sofort einen Gewinn erzielen werden. Es ist selten, dass Unternehmen auf Anhieb perfekt optimierte Anzeigen erstellen.

Lassen Sie sich davon nicht entmutigen.

Betrachten Sie stattdessen die ersten drei Monate Ihrer Kampagne als eine experimentelle Phase, die nützliche Daten generiert, um Ihre Anzeigen für die nächste Phase zu optimieren.

4. Wie Sie für Ihr Google Ads-Budget langfristig planen können

Sobald Sie genügend Daten zu Ihren Conversion-Rats, Klickraten, typischen CPC und Kundenwert gesammelt haben, können Sie Anzeigen erstellen, die fast garantiert Gewinn einbringen.

Betrachten wir es einmal so:

Nehmen wir an, Sie geben bereits viel Geld für Ihre Kampagnen aus, haben dafür aber eine gute Conversion-Rate und machen einen angemessenen Gewinn, dann haben Sie es verdient, mehr für Ihre Kampagne auszugeben.

Je mehr Sie für Ihre High-Return-Kampagne ausgeben, desto höher ist die Conversion-Rate, die Sie immer erhalten werden.

5. Wie kann ich den erwarteten Umsatz berechnen?

Das Wichtigste zuerst: Sie müssen Ihren durchschnittlichen Bestellwert (AOV) basierend auf Ihren bisherigen Daten verstehen. Dieser Wert basiert auf dem durchschnittlichen Euro-Betrag, den Sie jedes Mal ausgegeben haben, wenn ein Kunde eine Bestellung über mobile Apps oder eine Website tätigt.

So berechnen Sie den AOV Ihres Unternehmens:

Gesamtumsatz / Anzahl der Aufträge

Zu diesem Zeitpunkt wird Ihr erwarteter Umsatz sein:

Durchschnittlicher Auftragswert X Neukunden.

Nehmen wir an, der durchschnittliche Auftragswert beträgt 600 € und Sie erwarten in den nächsten Wochen 100 neue Kunden.

Ihre Berechnung des erwarteten Umsatzes würde dann etwa so aussehen:

Erwarteter Umsatz = Durchschnittlicher Bestellwert x Neukunden

Erwarteter Umsatz = 600 € x 100

Erwarteter Umsatz = 60.000 €

Nehmen wir nun an, der CPC beträgt 2 € – 2,50 €

Und beim höchsten Traffic können Sie 5000 und beim niedrigsten Traffic 2500 erwarten

5000 X 2.5 = 12.500 €

Und am niedrigsten Ende 2500 x 2 = 5000 €

Insgesamt könnten Sie 60.000 € von der Werbekampagne erwarten, die Sie im Durchschnitt zwischen 5.000 € und 12.000 € kosten kann.

6. Wie kann ich meinen ROAS (Return on Advertising Spend) berechnen?

Der beste Weg, Ihren ROAS zu berechnen, ist, dieser Formel zu folgen:

(Umsatz – Werbeausgaben) / Werbeausgaben

Sie werden dies zweimal berechnen – einmal für die niedrigen und einmal für die hohen Werbeausgaben.

Nehmen wir an, Ihre niedrigen Werbeausgaben betragen 5000 € und Ihre hohen Werbeausgaben 12.500 €, wie wir zuvor berechnet haben.

Dann sehen Ihre Berechnungen wie folgt aus:

Niedriger ROAS = (60.000 € – 12.500 €) / 12.500 €

= 380%

Hoher ROAS = (60.000 € – 5000 €) / 5000 €

= 1100%

Basierend auf diesen Informationen würde Ihr ROAS zwischen 380% und 1100% liegen.

7. Wie kann ich meinen Verdienst pro Klick (EPC) berechnen?

Ihr EPC kann berechnet werden, indem Sie Ihre Conversion-Rate mit Ihrem Kundenwert multiplizieren.

Ihre Conversion-Rate ist der Prozentsatz der Personen, die auf Ihre Anzeige klicken und zu zahlenden Kunden werden. Ihr Kundenwert ist der Geldbetrag, den Sie mit einem neuen Kunden verdienen, subtrahiert von den Ausgaben für die Werbung dieses Kunden.

Ihre Formel würde also wie folgt aussehen:

Kundenwert X Conversion Rate

Nehmen wir ein Beispiel: Wenn ein durchschnittlicher Kunde 100 € bei einer Conversion Rate von 1 % einbringt, beträgt Ihr EPC 1,00 €.

8. Wie kann ich meine Kosten pro Akquisition (CPA) berechnen?

Sie können Ihre CPA nach dieser Formel berechnen:

(Vertriebskosten + Marketingkosten) / Anzahl der Neukunden

Wenn ein Unternehmen z. B. einen Vertriebsmitarbeiter hat, der ein Jahreseinkommen von 70.000 € mit jährlichen Geschäftskosten von 10.000 €(Transport, Büromaterial usw.) verdient, und das Unternehmen jedes Jahr weitere 100.000 € für Marketing ausgibt, und es jeden Monat mindestens 40 neue Kunden gibt, kann der CPA wie folgt berechnet werden:

(80.000 € Vertriebskosten + 100.000 € Marketingkosten) / 500 Neukunden pro Jahr = 360 € pro Kunde

Wenn Sie die Kosten pro Kundenakquise kennen, können Sie verstehen, wie viel Geld für diesen Prozess ausgegeben wird und ob Sie damit so viel Gewinn erzielen oder nicht. 360 € pro Kunde ist ein hoher Betrag, aber Sie müssen sicherstellen, dass Ihr Produkt einen hohen Gewinn bringt, damit diese Kosten erträglich sind, sonst müssen Sie Ihr Budget und Ihre Kundenakquisitionskosten überdenken.

Dies kann Ihnen helfen, Ihr Kampagnenbudget entsprechend zu planen, indem Sie berechnen, wie hoch Ihr CPA und der Gewinn sein wird, den Sie nach der Umwandlung in Ihrer Kampagne erzielen.

9. Sollte ich ein geteiltes Budget in meiner Kampagne verwenden?

Bei der Google Ads-Budgetplanung können Sie entweder ein tägliches Budget für jede einzelne Kampagne zuweisen oder ein gemeinsames Budget verwenden, um das Budget über mehrere Kampagnen zu verteilen.

Ein geteiltes Budget ist ideal, wenn Sie nicht viel Zeit für das Einrichten und Überwachen einzelner Kampagnenbudgets haben, aber dennoch innerhalb eines festgelegten Budgets möglichst viele Klicks für Ihre Anzeigen erhalten möchten.

Stellen Sie sicher, dass Sie genügend Budget haben, das auf verschiedene Kampagnen aufgeteilt werden soll. Niemand wird es mögen, nur 100 € Monatsbudget auf mehrere Kampagnen aufzuteilen. Sie müssen über ein ausreichendes Budget verfügen.

Sagen wir, Sie haben 200 € pro Tag beiseite gelegt, die gleichmäßig auf zwei Kampagnen aufgeteilt werden. An einem bestimmten Tag könnte eine Kampagne weniger Impressionen und Klicks als üblich erhalten, wodurch nur 80 € ausgegeben werden. Mit einem gemeinsam genutzten Budget könnte Google Ads die verbleibenden 20 Euro nehmen und sie der zweiten Kampagne zuweisen, um die Kampagnenergebnisse insgesamt zu maximieren.

Die Verwendung von gemeinsam genutzten Budgets ermöglicht automatische Anpassungen über alle Kampagnen hinweg, sodass Sie die einzelnen Kampagnenbudgets nicht ständig überwachen und im Laufe des Tages ändern müssen.

Wenn Sie also über ein gutes Budget verfügen und die Kampagnen eine gute Leistung erbringen, können Sie sich für ein gemeinsames Budget entscheiden und eine einfache Verwaltung gewährleisten.

10. Wie können Sie Ihr Budget und Ihre Gebote für sich arbeiten lassen?

Sie sollten bedenken, dass PPC-Budgets und Gebote in vielerlei Hinsicht zwei Seiten der gleichen Medaille sind.

Beide beeinflussen die Anzeigenplatzierung auf ihre Weise. Stellen Sie also sicher, dass beide für optimale Ergebnisse optimiert sind. Die Optimierung ist mit dem Google Ads-Budget einfacher, da es nur berücksichtigt, was Sie sich für Ihre Kampagnen leisten können.

Bei der Gebotsabgabe hingegen können viele Strategieebenen involviert sein.

Wenn Sie Ihre Kampagnen planen, sollten Sie genau darauf achten, wie sich Ihre Gebote auf Ihr Budget auswirken, um entsprechend zu planen.

Denken Sie auch daran:

Das von Ihnen festgelegte Gebot ist ein wichtiger Faktor, um zu bestimmen, wie viel von Ihrem festgelegten Budget Sie einsetzen. Ein Budget von 1.000 € bringt Sie mit einem Gebot von 1,50 € pro Klick viel weiter als mit einem Gebot von 3,50 €.

Beobachten Sie Ihre Gesamtziele und notieren Sie sich, was zum Ausgeben zur Verfügung steht. Dies funktioniert gut als Ausgangspunkt. Während Sie Keyword-Recherche betreiben, wird Ihr durchschnittliches Gebot pro Keyword sichtbar sein, um Ihnen zu helfen, eine bessere Vorstellung davon zu entwickeln, was Sie voraussichtlich als Ihren Ausgabenbereich betrachten können.

Fazit

Der Umgang mit Ihrem Google Ads-Budget muss nicht so gewaltig sein, wie es scheint. Mit dem richtigen Leitfaden werden Sie in der Lage sein, einen erfolgreichen Budgetplan zu verwalten, der Ihnen hilft, Ihre Kampagne auf einem soliden Fundament zu starten.

Wenn Sie sich mit weiteren professionellen Ratgebern zum Start einer erfolgreichen Marketingkampagne vertraut machen, sind Sie auf dem besten Weg, die erste von vielen profitablen Kampagnen zu starten.